| Etappe 3, Zehdenick - Dannenwalde ca. 22 km.
Der sechs Kilometer lange Feldweg von Zehdenick nach Mildenberg [1] schlängelt sich zwischen vielen kleinen Seen hindurch. Über 60 Tonstiche reihen sich heute rechts und links der Havel aneinander. Nach dem Ende des Tonabbaus blieben sie meist sich selbst überlassen und füllten sich mit Wasser. Viele Tonstiche entwickelten sich zu eigenwilligen Biotopen und bieten Wasservögeln, Bibern und seltenen Pflanzen neuen Lebensraum. Genießen Sie hier Brandenburgs Weite.
In Mildenberg befindet sich in unmittelbarer Nähe des Weges auf dem Gelände zweier denkmalgeschützter Großziegeleien der Ziegeleipark [1] . Für dieses mit viel Liebe zum Detail hergerichtete Technikmuseum in der Natur sollten Sie ruhig etwas Zeit reservieren. Unternehmen Sie hier eine kleine Zeitreise in die Geschichte der Ziegelherstellung oder eine nicht minder spannende Fahrt mit der Tonlorenbahn. Das Ziegeleimuseum im Ringofen, die Dampfmaschine und die historischen Werkstätten (Schmiede, Schlosserei, Stellmacherei) begeistern nicht nur Technik-Freaks. Wer den Radweg verlassen möchte, kann im benachbarten Badingen [A] das schon von weitem gut sichtbare »Feste Haus« kennen lernen. Hinter den Resten einer einst stattlichen Mauer versteckt sich die dazugehörige Feldsteinkirche.
Wieder im Sattel geht es weiter über Burgwall [2] - mit Blick von der Aussichtsplattform auf den noch aktiven Tagebau -, Zabelsdorf [4] und Wentow [5] nach Dannenwalde (Z) . Dabei passiert der Weg mehrere märkische Dörfer mit Kirche, Anger und Weiher sowie windschiefen Ställen und bunten Vorgärten. Krumme Wege mit torkelnden Weiden führen schließlich zum Wentowsee. Er lädt zum Verweilen und zum Baden ein. Bald darauf tauchen Sie in den nächsten Wald ein. Nach einem kurzen, die Bundesstraße 96 begleitenden Weg, erreichen Sie schließlich Dannenwalde (Z) . Da der Weg teilweise sandig und ansteigend ist, sollten Sie in dem kleinen Ort mit seinem Kirchlein verschnaufen.
Wer Lust auf mehr hat, dem sei ein Abstecher nach Gransee [B] empfohlen. Die historische Innenstadt ist von einer beeindruckenden, fast ganz erhaltenen Stadtmauer umgeben. Hier stellt das niedliche Heimatmuseum mit seinem alten Pulverturm und dem Ruppiner Tor zahlreiche Zeugnisse und Exponate aus vergangenen Tagen vor. Auch die historische Gutsanlage Zernikow [C] rechtfertigt einen Umweg. Das bescheidene Schloss entwarf der bekannte Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.
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