| Etappe 7, Waren (Müritz) - Krakow am See
Hinter Waren (Müritz) (S) erreichen Sie nach wenigen Kilometern das kleine Dörfchen Damerow [1] . Hier können Sie in einem Schaugatter mächtige Wisente beobachten. Am Jabelschen See sollten Sie sich in der Fischerei an frisch geräuchertem Fisch laben. Danach umfahren sie den nördlichen Teil des Sees und gelangen nach Jabel [2] . Dort zieht eine bemerkenswerte Eibe (Stammumfang vier Meter) auf dem Pfarrhof die Blicke auf sich. Am Ortsausgang von Jabel beginnt der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Das Schutzgebiet bewahrt eine ebenso harmonische wie abwechslungsreiche Landschaft.
Zunächst fahren Sie von Jabel nach Loppin [3] , vorbei am Waldschulheim des Forstamtes Nossentiner Heide. Von Loppin führt Sie die Route über einen Waldweg nördlich von Nossentiner Hütte und über eine schmale Waldstraße direkt nach Drewitz [4] . Nur wenige Meter abseits dieser Strecke liegt am Ufer des Drewitzer Sees eine Hotel- und Ferienanlage, die vor einigen Jahren als Jagdsitz für Regierungsmitglieder der ehemaligen DDR diente (bekannt als Honecker-Objekt). Das kleine Waldarbeiterdorf Drewitz haben Sie schnell hinter sich gelassen und gelangen bald nach Bornkrug [5] . Über Linstow radeln Sie weiter. Dabei liegen Ihnen der Linstower See und die Nebel - ein Nebenfluss der Warnow - zu Füßen. In Linstow [6] können Sie das einzige Umsiedlermuseum in Deutschland besuchen. Es widmet sich dem schweren Schicksal der so genannten Wolhyniendeutschen. Am Ausgang des Dorfes überqueren Sie auf einer Brücke die A19 und fahren den Radweg weiter in Richtung Westen. Danach kommen Sie an der neuen Ferienanlage »Van der Valk Resort Linstow« vorbei. Ein Abstecher zum Naturschutzgebiet Krakower Obersee [B] lohnt sich. Von zwei Beobachtungskanzeln erschließt sich Ihnen ein atemberaubendes Panorama. Selbst beim nördlichen Umfahren des Krakower Sees ergeben sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den See mit seinen Inseln und Werdern. Auf dem Weg nach Serrahn können Sie mit etwas Glück einen Adler beim Flug beobachten. Bevor Sie Serrahn [7] mit seiner wuchtigen Kirche erreichen, passieren Sie eine Badestelle, eine alte Schmiede und am Ortsausgang eine alte Poststation.
Hinter dem Ort beginnt das »Nebeldurchbruchstal«. Glucksend und plätschernd schlängelt sich hier ein kristallklarer Wasserlauf zwischen hochbetagten Bäumen hindurch. Dieses Kleinod der Natur ist bei Wanderern äußerst beliebt. Vorbei an den meist von zahlreichen Fischreihern belauerten Karpfenteichen erreichen Sie die fast 450-jährige Wassermühle Kuchelmiß.
Zurück auf der Route halten Sie an der »Schönen Aussicht« und genießen den Blick auf den Krakower See. Sie passieren dann den Naturcampingplatz am Windfang, den Aussichtsturm auf dem Jörnberg und die reetgedeckte historische Badeanstalt an seinem Fuße. Nun sehen Sie hinter dem Stadtsee bereits die Silhouette von Krakow am See (Z) . Der Luftkurort überrascht mit vielen Sehenswürdigkeiten. Buchdruckmuseum, Synagoge, Markt, Kirche und Rathaus zieren die Kleinstadt. Wechselnde Ausstellungen und Konzerte, gemütliche Dampferfahrten auf dem See, die historische Fischerei und eine kleine Bummelmeile sorgen für Kurzweil.
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